Brief an die Einsamkeit (1)

Von Dunkelheit umgeben, versinke ich ganz in dir. Du streust Verzweiflung in mein Hirn und verzerrst die Bilder darin. Erst will ich dich…dann will ich dir entkommen. Ich kann dir einfach nicht widerstehen, denn in deiner Gegenwart werde ich schwach.
Soll ich mich dir ganz hingeben?
Mit Haut und Haaren verschlingst du mich. Doch hast du mich dann, spuckst du mich wieder aus wie Dreck. Du nimmst mich völlig ein, bist mein ständiger Begleiter. Wie ein widerliches Ungeziefer krieche ich auf dem Boden, nach der Suche auf einen Weg hier raus.
Meine Seele hast du lange schon verdorben. Warum nimmst du mir das Licht? Kann ich nichts sehen, so bin ich blind. Kann ich nicht schreien, so bleibe ich stumm. Ich krieg dich nicht mehr aus dem Kopf. Du zerreißt mich innerlich. Egal wo ich bin, im Hintergrund bist immer du. Mit deinen Krallen klammerst dich an mir fest und lässt mich nicht mehr los. Ich muss wohl mit dir leben, bis ich einen Weg aus deinen Fängen gefunden habe. Du begleitest die Depression, welche mich ständig an dich denken lässt. Ihr beide lasst meine Gedanken verrückt spielen. Ihr macht mich krank sodass ich kaum noch ich selbst sein kann. Ich bekomme Angst wenn ich an deine ständige Anwesenheit denke. Und auch wenn ich unter Menschen bin, so bist du in meinem tiefsten Inneren da. Du lässt mich fühlen, das du die einzige in meinem Leben bist auch wenn da mehr ist. Alles Negative lässt du an mich heran, alles positive schirmst du ab. Wie soll ich jemals glücklich werden mit dir an meiner Seite? Ich muss dich los werden, dich ausmerzen. Ich will dich nicht mehr bei mir haben. Doch wirst du mich gehen lassen?

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